Biker Union e. V. gegen Bitumenpfuscherei

Herzlich Willkommen bei
der größten Interessenvertretung der Biker, Rocker und Motorradfahrer
in Deutschland.

Auf den folgenden Seiten erfahrt ihr z. B.:
  • Welche Unfallgefahren entstehen durch Bitumenflickereien für uns Motorradfahrer und was können wir gemeinsam dagegen tun?
  • Was ist eine Bitumen-Rallye und was passiert dabei und danach?
  • Was können wir durch unsere Meldungen der Straßenschäden bei den zuständigen Behörde erreichen?

    Ihr findet :.
  • Informationen, Meldebogen und Musterschreiben zum Downloaden
  • Online-Meldebogen
  • alle Informationen, um selbst eine Bitumen-Rallye durchzuführen
  • Fernseh- und Presseberichte über unseren Kampf gegen die Bitumenpfuscherei

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Die Biker Union e.V. gewinnt den Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“


Die Biker Union e.V. gewinnt den Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“

Das BU-Projekt „Bitumenrallye“ wird vom Bundesverkehrsministerium als vorbildlich ausgezeichnet

(BU/rhf) Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ hatte das Bundesverkehrsministerium zusammen mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat im Oktober letzten Jahres den Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“ ausgeschrieben. Gesucht wurden Projekte mit Beispielcharakter und Vorbildfunktion, die deutsche Landstraßen sicherer machen. Am 30. Januar 2013 wurde in Berlin im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Preise an die drei Gewinnerteams übergeben.

Aus der Hand des parlamentarischen Staatssekretärs im Ministerium, Dr. Andreas Scheuer, erhielten die Vertreter der Biker Union e.V. (BU) nicht nur eine Urkunde für den ersten Platz im Wettbewerb, sondern auch einen Scheck über € 5.000,-, den der Automobil-Club Verkehr gestiftet hatte. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Bitumenrallye“ der BU, das seit 2004 mit großem Erfolg läuft.


„Wir waren überrascht und haben uns sehr gefreut, daß wir bei der starken Konkurrenz den ersten Platz erreicht haben“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der BU, im Anschluß an die Preisverleihung. „Mit dem Preis werden nicht nur das Konzept der Bitumenrallyes und die Verantwortlichen, die das Projekt vorantreiben, ausgezeichnet. Geehrt werden vor allem die Hunderte von Aktiven der BU, die in ganz Deutschland Bitumenrallyes durchgeführt und damit die Straßen für motorisierte Zweiradfahrer sicherer gemacht haben.“

„Das Konzept unserer Bitumenrallyes ist eigentlich ganz simpel“, erläutert Michael „Hoecker“ Musche, zuständig für das Thema Straßeninfrastruktur innerhalb der BU. „Viele der ca. 60 Stammtische der Biker Union, die über die gesamte Bundesrepublik verstreut zu finden sind, machen gemeinsame Motorradausfahrten. Bei einer Bitumenrallye unternimmt eine kleine Gruppe eine Suchfahrt durch ihre unmittelbare Umgebung und erfaßt auf den Meldebögen des Instituts für Zweiradsicherheit Straßenschäden, Rollsplitt, Fahrbahnverschmutzungen sowie unsachgemäße Straßenreparaturen mit Bitumen, die bei Nässe und im Sommer für Einspurfahrzeuge zur Todesfalle werden können. Aber auch ungünstig angebrachte Verkehrsschilder, scharfkantige Leitplankenpfosten und Hindernisse am Straßenrand, die bei einem Sturz zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen können, werden dokumentiert. Ergänzt um ein paar aussagekräftige Fotos und ein Anschreiben mit der Bitte um einen Gesprächstermin, werden die Ergebnisse an die zuständigen Behörden übermittelt.“

„Mit einer Bitumenrallye erreichen wir Politiker und Straßenbauer direkt vor der eigenen Haustür“, ergänzte Musche. „In einem persönlichen Gespräch erläutern wir ihnen die Hintergründe und bitten um Abhilfe. Die ausgefüllten Meldebögen sammelt wir in einer zentralen Bitumen-Datenbank. Diese steht auch auf Bitumen verunfallten Bikern zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen offen. So erzeugen Bitumenrallyes auch ohne Gesprächstermin Druck auf die Verantwortlichen. Denn wenn eine Gefahrenstelle bekannt ist, sind die Behörden verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen“.

„Die Grundidee unserer Bitumenrallyes ist aber nicht Konfrontation sondern unser Angebot zum Dialog mit den zuständigen Behörden“, so Musche. „Nachdem wir anfänglich noch ein wenig belächelt wurden, stoßen wir mittlerweile fast überall auf offene Türen bei der Politik und den Straßenbauverwaltungen. Viele Verantwortliche nehmen unsere Inputs dankbar auf, auch wenn angesichts knapper Haushaltsmittel nicht jeder Vorschlag sofort umsetzbar ist. Aber das geschärfte Bewußtsein für die spezifischen Probleme von Einspurfahrzeugen senkt das Risiko für motorisierte Zweiradfahrer und rettet damit Menschenleben.“

Auch für das laufende Jahr sind wieder Bitumenrallyes der BU-Stammtische geplant. Denn auch dieser Winter wird wieder Spuren auf Deutschlands Straßen hinterlassen. Bei der Kombination von gemeinsamen Fahren und ernsthafter, politischer Arbeit kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz. Als Teilnehmer ist jeder Biker willkommen. Gruppen und Fahrgemeinschaften können auch eigene Bitumenrallyes organisieren. Die notwendigen Unterlagen stellt die BU unter www.bu-bitumen.de kostenfrei zur Verfügung.

 

ADAC und Biker Union fordern motorradsichere Straßen

In einer gemeinsamen Pressekonferenz im April 2006 haben der ADAC Nordbaden und die Biker Union auf besondere Gefahren für Zweiradfahrer aufmerksam gemacht: Bitumenflickstellen, die ab 23 Grad Celsius weich und damit rutschig wie Glatteis werden, Schlaglöcher sowie tückische Leitplanken. Oftmals finden bei Maßnahmen zum Straßenerhalt nur die Belange des Autofahrers Beachtung – die Sicherheit des Motorradfahrers bleibt dabei auf der Strecke. Streckenabschnitte, in denen gerade im Kurvenbereich wahre Landkarten aus Bitumen aufgebracht wurden, sind auf den Straßen der Region keine Seltenheit. Motorradfahrer erleben im günstigsten Fall „nur“ einen kleinen Spurversatz oder rutschen ins Gelände, im schlimmsten Fall landet der gestürzte Zweiradfahrer jedoch im Gegenverkehr oder in scharfkantigen Leitplanken. Gemessen an der Jahr für Jahr unverändert hohen Zahl der getöteten Motorradfahrer fordern ADAC Nordbaden und Biker Union, Bitumen künftig zumindest fachgerecht und nur, wenn unbedingt notwendig, anzuwenden. Vor allem muss der großflächige Einsatz dieses Verfahrens vermieden werden. Andere sichere Verfahren sind auf dem Markt, und gemessen an der Haltbarkeit sind diese nicht teurer als Bitumen. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit sollte hier ein Umdenken erfolgen. Die Verkehrspolitik hat in den letzten Jahren die Straßeninfrastruktur leichtfertig vernachlässigt. Der ADAC und die Biker Union appellieren an die Verantwortlichen, die notwendigen Mittel für den Verkehrsetat bereitzustellen.
Weitere Pressestimmen dazu unter "Aus der Presse"
 

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